Film

  • Das Wort Desaster als Unglück oder Katastrophe leitet sich von französischen désastre bzw. dem italienischen disastro ab und bedeutet wörtlich soviel wie Unstern oder Unglücksstern. Ein solcher ist auch in Lars von Triers apokalyptischem Film Melancholia aufgegangen. Einerseits ist Melancholia kein eigentlicher Stern, sondern entpuppt sich als vagabundierender Planet, also als ein frei durchs All

    Read more →

  • Nach The Life of Chuck ist nun eine weitere Stephen King-Verfilmung in die Kinos gekommen, aber das gerade zur rechten Zeit. Denn obwohl Kings Roman Todesmarsch schon 1979 erschienen ist, damals unter dem Einfluss des Vietnamkrieges, ist sein Thema gerade für das europäische Publikum nicht immer noch, sondern schon wieder aktuell. Der Regisseur Francis Lawrence

    Read more →

  • Welche Verantwortung bringt Zukunftswissen mit sich? Und ist Zukunftswissen nicht bereits ein Widerspruch in sich? Diesen Fragen geht Steven Spielberg in der Verfilmung der gleichnamigen Kurzgeschichte von Philip K. Dick (1956) nach. Und kommt dabei zu einem sehr intuitiven – vielleicht zu intuitiven – Schluss. In meiner Kritik zu Terry Gilliams 12 monkeys habe ich

    Read more →

  • Ratings haben allgemein eine sehr begrenzte Aussagekraft, da schon der Versuch, die Qualität eines Films in eine quantitative Skala zu übersetzen, eine ungeheure Komplexitätsreduktion mit sich bringt. The Zero Thereom, Terry Gilliams krönender Abschluss des Orwellschen Triptychons, hat auf Ratingplattformen im Internet nicht die besten Bewertungen abbekommen, ist in den 2020er-Jahren aber aktueller denn je

    Read more →

  • In einer totalitären Gesellschaft ist ein Lachen schon manchmal ein befreiender, ja rebellischer Akt. Machte die satirische Übertreibung das bedrückende Setting in Terry Gilliams erster Dystopie Brazil noch erträglich, so ist 12 monkeys, der zweite Film im sogenannten Orwellschen Triptychon, überraschend humorlos für einen Regisseur, der in der Komikertruppe Monty Python groß geworden ist. Es

    Read more →

  • Jemand musste Mr. Buttle verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Tages verhaftet. So ließe sich die Geschichte aus der Perspektive des unschuldigen Familienvaters erzählen, der aufgrund eines Druckfehlers mit einem Terroristen namens Tuttle verwechselt, gefangen, gefoltert und getötet wird. Ein bürokratischer Irrtum, für den der unscheinbare Sam Lowry,

    Read more →

  • Noch mehr Glaskuppeln! Dient die ikonische Gebäudeform in der dystopischen Science Fiction oft als Gefängnis totalitärer Kontrollgesellschaften (siehe Logan’s Run), so schließt Douglas Trumbull in seinem 1972 erschienenen Film Lautlos im Weltraum an eine wesentlich ältere Tradition an. Seine Kuppeln sind wieder Gewächshäuser wie im viktorianischen England, in denen die Pflanzenpracht ferner Länder bewahrt werden

    Read more →

  • Logan rennt. Er hat es eilig. An seiner Hand eine hübsche Dame, deren Name nichts zur Sache tut, denn ihre einzige Funktion im gesamten Film ist es, den Sandmann an ihrer Seite gut zu finden – nicht die Märchengestalt wohlgemerkt; die Sandmänner bilden im Film eine Polizeieinheit, deren Hauptaufgabe es ist, wiederum alle anderen Menschen

    Read more →