Film

  • Das halbe Internet feiert Project Hail Mary als einen der besten Science-Fiction-Filme aller Zeiten. Doch ist der Hype gerechtfertigt oder erleben wir doch wieder nur die gleiche ermüdend oft aufgewärmte Weltrettungsgeschichte, diesmal als Buddy-Komödie? Die Verfilmung des gleichnamigen Science-Fiction-Romans von Andy Weir ist genauso unterhaltsam wie einfallslos. Ryan Gosling verkörpert überzeugend das amerikanische Ideal: Einen…

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  • Wem dieser Film beim ersten Sehen bekannt vorkommt, der lebt entweder in einer Simulation oder unterliegt einer Verwechslung (wahrscheinlich sogar beides), denn die Zeit um die Jahrtausendwende bringt, bedingt durch die technologischen Fortschritte der 1990er, einen regelrechten Simulations-Hype. 1998 erscheint mit der Truman Show eine intelligente (und daher ziemlich tragische) Komödie; bald darauf erobert der…

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  • Wie viel Künstlichkeit kann man der Kunst zumuten? Immersion ist ein Schlüsselbegriff visuellen Erzählens. Je detaillierter und realistischer das eigentlich nur Imaginierte dargestellt wird, desto besser, so mag man zumindest meinen. Allerdings funktioniert die sogenannte Suspension of Disbelief, also die willentliche Akzeptanz einer fiktionalen Geschichte, genauso gut bei Erzählformen, die keinen Wert auf exakte Mimesis…

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  • Das Wort Desaster als Unglück oder Katastrophe leitet sich von französischen désastre bzw. dem italienischen disastro ab und bedeutet wörtlich soviel wie Unstern oder Unglücksstern. Ein solcher ist auch in Lars von Triers apokalyptischem Film Melancholia aufgegangen. Einerseits ist Melancholia kein eigentlicher Stern, sondern entpuppt sich als vagabundierender Planet, also als ein frei durchs All…

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  • Nach The Life of Chuck ist nun eine weitere Stephen King-Verfilmung in die Kinos gekommen, aber das gerade zur rechten Zeit. Denn obwohl Kings Roman Todesmarsch schon 1979 erschienen ist, damals unter dem Einfluss des Vietnamkrieges, ist sein Thema gerade für das europäische Publikum nicht immer noch, sondern schon wieder aktuell. Der Regisseur Francis Lawrence…

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  • Welche Verantwortung bringt Zukunftswissen mit sich? Und ist Zukunftswissen nicht bereits ein Widerspruch in sich? Diesen Fragen geht Steven Spielberg in der Verfilmung der gleichnamigen Kurzgeschichte von Philip K. Dick (1956) nach. Und kommt dabei zu einem sehr intuitiven – vielleicht zu intuitiven – Schluss. In meiner Kritik zu Terry Gilliams 12 monkeys habe ich…

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  • Ratings haben allgemein eine sehr begrenzte Aussagekraft, da schon der Versuch, die Qualität eines Films in eine quantitative Skala zu übersetzen, eine ungeheure Komplexitätsreduktion mit sich bringt. The Zero Thereom, Terry Gilliams krönender Abschluss des Orwellschen Triptychons, hat auf Ratingplattformen im Internet nicht die besten Bewertungen abbekommen, ist in den 2020er-Jahren aber aktueller denn je…

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  • In einer totalitären Gesellschaft ist ein Lachen schon manchmal ein befreiender, ja rebellischer Akt. Machte die satirische Übertreibung das bedrückende Setting in Terry Gilliams erster Dystopie Brazil noch erträglich, so ist 12 monkeys, der zweite Film im sogenannten Orwellschen Triptychon, überraschend humorlos für einen Regisseur, der in der Komikertruppe Monty Python groß geworden ist. Es…

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  • Jemand musste Mr. Buttle verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Tages verhaftet. So ließe sich die Geschichte aus der Perspektive des unschuldigen Familienvaters erzählen, der aufgrund eines Druckfehlers mit einem Terroristen namens Tuttle verwechselt, gefangen, gefoltert und getötet wird. Ein bürokratischer Irrtum, für den der unscheinbare Sam Lowry,…

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  • Noch mehr Glaskuppeln! Dient die ikonische Gebäudeform in der dystopischen Science Fiction oft als Gefängnis totalitärer Kontrollgesellschaften (siehe Logan’s Run), so schließt Douglas Trumbull in seinem 1972 erschienenen Film Lautlos im Weltraum an eine wesentlich ältere Tradition an. Seine Kuppeln sind wieder Gewächshäuser wie im viktorianischen England, in denen die Pflanzenpracht ferner Länder bewahrt werden…

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