Dystopie

  • Nach The Life of Chuck ist nun eine weitere Stephen King-Verfilmung in die Kinos gekommen, aber das gerade zur rechten Zeit. Denn obwohl Kings Roman Todesmarsch schon 1979 erschienen ist, damals unter dem Einfluss des Vietnamkrieges, ist sein Thema gerade für das europäische Publikum nicht immer noch, sondern schon wieder aktuell. Der Regisseur Francis Lawrence

    Read more →

  • Welche Verantwortung bringt Zukunftswissen mit sich? Und ist Zukunftswissen nicht bereits ein Widerspruch in sich? Diesen Fragen geht Steven Spielberg in der Verfilmung der gleichnamigen Kurzgeschichte von Philip K. Dick (1956) nach. Und kommt dabei zu einem sehr intuitiven – vielleicht zu intuitiven – Schluss. In meiner Kritik zu Terry Gilliams 12 monkeys habe ich

    Read more →

  • Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten? Eine Frage, die sich die Deutschen im bekannten Volkslied bereits seit dem 18. Jahrhundert stellen und mit der sie auch einige Erfahrung haben. Im 20. Jahrhundert, zur Zeit der großen Ideologien, wird diese Frage relevanter denn je. Der Roman Kallocain aber stammt aus Schweden und lässt sich,

    Read more →

  • → Zu Teil 1 Ist Religion die Wurzel allen Übels oder der Keim einer über sich hinauswachsenden Menschheit? In der Fortsetzung von Die Parabel vom Sämann nimmt sich Octavia Estelle Butler Zeit, umzusetzen, was zuvor nur in den Gedanken der Protagonistin Lauren Olamina existiert hat: Earthseed. Der erste Band war von der Spannung zwischen Laurens

    Read more →

  • Wenn es eine Sache gibt, die Zukunftsromane nicht tun, dann wohl die Zukunft vorherzusagen. Wo computergestützte Modulationen aufgrund der schlichten Menge an verfügbaren oder unverfügbaren Daten an ihre Grenzen stoßen, soll ein einzelner genialer Geist den Schleier des Zukünftigen lüften. Zugegeben, Octavia Estelle Butler hat, alarmiert vom politischen Klima der 1990er, ein wenig zu gut

    Read more →

  • Ratings haben allgemein eine sehr begrenzte Aussagekraft, da schon der Versuch, die Qualität eines Films in eine quantitative Skala zu übersetzen, eine ungeheure Komplexitätsreduktion mit sich bringt. The Zero Thereom, Terry Gilliams krönender Abschluss des Orwellschen Triptychons, hat auf Ratingplattformen im Internet nicht die besten Bewertungen abbekommen, ist in den 2020er-Jahren aber aktueller denn je

    Read more →

  • Endlich stellt es jemand richtig: Das „finstere Mittelalter“ hat es nie gegeben, es liegt noch in der Zukunft. Was uns in der Gegenwart als Projektionsfläche für unsere modernen Ängste und Lüste dient – ein Zeitalter des Schmutzes, der Gewalt, Dummheit und Barbarei – wird in dem SF-Roman der Strugazki-Brüder (Originaltitel: Трудно быть богом) auf einen

    Read more →

  • In einer totalitären Gesellschaft ist ein Lachen schon manchmal ein befreiender, ja rebellischer Akt. Machte die satirische Übertreibung das bedrückende Setting in Terry Gilliams erster Dystopie Brazil noch erträglich, so ist 12 monkeys, der zweite Film im sogenannten Orwellschen Triptychon, überraschend humorlos für einen Regisseur, der in der Komikertruppe Monty Python groß geworden ist. Es

    Read more →

  • Eine Qualle treibt im Ozean. So beginnt Ursula K. Le Guins Roman The Lathe of Heaven (in der deutschen Übersetzung: Die Geißel des Himmels), doch wer sich auf posthumanistische Quallen-Science Fiction gefreut hat, wird nach einer Seite enttäuscht, denn die Qualle ist nur eine Metapher für das fragile, doch mächtige Unterbewusstsein im Meer der Träume.

    Read more →

  • Jemand musste Mr. Buttle verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Tages verhaftet. So ließe sich die Geschichte aus der Perspektive des unschuldigen Familienvaters erzählen, der aufgrund eines Druckfehlers mit einem Terroristen namens Tuttle verwechselt, gefangen, gefoltert und getötet wird. Ein bürokratischer Irrtum, für den der unscheinbare Sam Lowry,

    Read more →